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  1. Prävention gegen Cybermobbing: CJD Berufsfachschule für Kinderpflege setzt starkes Zeichen

Prävention gegen Cybermobbing: CJD Berufsfachschule für Kinderpflege setzt starkes Zeichen

Cybermobbing ist längst kein Randphänomen mehr, sondern eine zunehmende gesellschaftliche Herausforderung. Um Schülerinnen und Schüler frühzeitig für dieses Thema zu sensibilisieren, fand am 15. Juli 2026 an der CJD Berufsfachschule für Kinderpflege in Bischofswiesen ein Präventionsprojekt des Vereins „Bündnis gegen Cybermobbing“ statt. Die Initiative wurde durch die AOK finanziell unterstützt.

Referentin Anja Schröder vom bundesweit tätigen Verein führte mit jeder Klasse einen dreistündigen Workshop durch. Dabei erfuhren die angehenden Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, warum insbesondere Menschen in sozialen Berufen von Mobbing betroffen sein können. Themen wie emotionale Belastungen, das Setzen persönlicher Grenzen und der Umgang mit Konflikten standen dabei im Mittelpunkt.

In praktischen Gruppenarbeiten beschäftigten sich die Teilnehmenden mit realitätsnahen Fallbeispielen. Sie reflektierten ihre eigenen Online-Profile, analysierten Eskalationsstufen von Mobbing und lernten konkrete Schutzmaßnahmen kennen. Besonderes Augenmerk lag auf dem sogenannten „STOP-Protokoll“: Betroffene sollen nicht reagieren, Beweise sichern, Täter blockieren und Vorfälle melden.

Nach Angaben des Vereins sind in Deutschland bereits rund 19 Millionen Menschen von Mobbing betroffen. Vor diesem Hintergrund gewinnt präventive Bildungsarbeit zunehmend an Bedeutung. Ziel der Workshops war es, Formen von Mobbing zu erkennen, Handlungssicherheit zu vermitteln und Betroffene zu stärken.

Als Schule des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) bezieht die Berufsfachschule klar Stellung gegen jede Form von Mobbing. Im Anschluss an die Schülerworkshops erhielt auch das Lehrpersonal eine schulinterne Fortbildung. Damit wird die Präventionsarbeit auf allen Ebenen der Schulgemeinschaft verankert.

Die Schule verfügt bereits über verschiedene Schutz- und Präventionsangebote, darunter Konzepte gegen sexualisierte Gewalt, die Arbeit mit dem No-Blame-Approach sowie Unterrichtseinheiten zu Medienkompetenz und Resilienz. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Projekttages entwickelt die Schulgemeinschaft nun gemeinsam ein eigenes Anti-Mobbing-Präventionskonzept auf Grundlage der Materialien des Vereins „Bündnis gegen Cybermobbing“.

Den Abschluss der Projektreihe bildet ein Elternabend, der die wichtige Rolle der Familien in der Präventionsarbeit hervorhebt. Denn wirksamer Schutz vor Mobbing gelingt nur dann, wenn Schule, Elternhaus und Jugendliche gemeinsam Verantwortung übernehmen.